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Antwort auf einen unqualifizierten Beitrag in DER ZEIT

Bis Mai 2017 hatten wir noch einen roten Uralt-Golf 2 aus dem Baujahr 1992. Wenn wir den starteten, dann klirrten die Fensterscheiben der Nachbarn und in der Garageneinfahrt stand eine Rauchwolke. Aber für den Großeinkauf oder für eine Einladung spät am Abend war er doch nützlich.

Vor vier Monaten haben wir uns statt dessen einen weißen e-Golf zugelegt, und jetzt ist alles anders.

Eigentlich sind wir aus Umweltgründen - und weil Fahrradfahren die schönste Fortbewegungsart ist - von den Großeltern bis zum kleinsten Enkel begeisterte Fahrradfahrer. Wir bleiben dem Fahrrad auch treu.
Aber jetzt, jetzt macht Autofahren Freude. Lautlos - wie ein Radfahrer
- durch die Straßen zu gleiten, bei geöffneten Scheiben sogar das Zwitschern der Vögel zu hören - ein Genuss! In der Anfangszeit mussten wir erst einmal lernen, nicht zu schnell zu fahren, denn die Beschleunigung ist beeindruckend mühelos. Und aufladen tun wir mit normalen 230V Wechselstrom aus der Steckdose in der Garage. Da wir eine Solaranlage auf dem Dach haben, haben wir das unsere dazu getan, den Anteil an Kohlestrom im öffentlichen Netz zu verringern. Da muss natürlich noch viel mehr geschehen.

Aber nun lese ich auf der Titelseite der sonst so geschätzten Zeitschrift DIE ZEIT die fettgedruckte Zwischenüberschrift:

Solange der Strom aus Kohlekraftwerken stammt, nützt der schönste e-Golf nichts

Mit Verlaub: Solch ein blöder Spruch lässt an der technischen Kompetenz des Schreibers und an seinem intellektuellen Niveau zweifen.
Sollen wir also weiter mit Diesel- oder Benzin-Stinkern herumfahren, weil die Kohlekraftwerke noch nicht abgeschaltet sind? Warum schreibt Herr Rudzio nicht:

******************************************************************
Ein e-Golf ist der Anfang der Energiewende auch im Straßenverkehr.
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Ich will hier keine Werbung für den VW-Konzern machen, der sich gerade in den letzten Jahren mit dem Dieselbetrug unsterblich blamiert. Aber mit dem e-Golf hat er etwas Gutes geleistet! Also firmenneutral: Jedes Elektro Auto ist der Anfang der Energiewende im Straßenverkehr

Nun sehen wir uns einmal den Beitrag von Herrn Rudzio in DER ZEIT vom
17.08.17 genauer an:

Unter der Überschrift
"Bloß keine Quote - Eine gute Umweltpolitik diktiert nicht die Motortypen. Sie gibt das Ziel vor, nicht den Weg"
werden hier Überlegungen angestellt, wie man die Automobilkonzerne dazu veranlassen könnte, klima- und gesundheitsfreundlichere Autos herzustellen. Kolia Rudzio hält nichts davon, den Autoherstellern eine jährlich zu erhöhende Mindestquote an Elektro-Mobilen vorzuschreiben.  
Seine spitzfindige Begründung:

"Die Quote erstickt die Suche nach dem Besseren, das noch niemand kennt."

Will Rudzio trotz der Zeitnot bei der Umsetzung der Pariser Klimaschutz-Notwendigkeiten auf DAS technische Wunder warten???

Was schlägt Kolia Rudzio denn vor? Er schreibt: "Frankreich und Großbritannien gehen intelligenter vor. Sie kündigten an, ab 2040 keine Autos mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren mehr zuzulassen."

Würde man Rudzios Vorschlag folgen, dann werden bis 2040 noch sieben neue Bundesregierungen vergehen. Kann man sich darauf verlassen, dass sie zu der Entscheidung der Vorgängerregierungen stehen? Was ist, wenn AfD oder FDP mit der CDU eine Koalition eingehen? Oder was ist, wenn Herr Dobrindt dann immer noch Verkehrsminister ist?

Was also ist zu tun? Ganz einfach: Die Chancen der E-Mobilität für das Klima, für die Energiewende, für die Batterientwicklung und für die Gesundheit erkennen und mit allen verfügbaren politischen Mitteln umsetzen. 2040? oder 2030? Nein, jetzt SOFORT!