Veranstaltungen

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  • 15. Internationale Konferenz für Alternative Mobilität

    Liebe Freunde der regenerativen Mobilität, liebe Mitglieder, sehr geehrte Fachinteressenten,am 13....

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  • 2014-04-15: Beitrittserklärung zum EWK Energiewende Kuratorium

    Lesen Sie zu unseren Energiewende-Aktivitäten unter News. Die Beitrittserklärung finden Sie hier...

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Das EEG: notwendiger denn je -Bürgerenergie unter dem Druck der Ausschreibungen-

Für Unsicherheit und für viel Unmut sorgt die Politik mit der neuesten Version des  Erneuerbare-Energien-Gesetzes welches seit Anfang 2017 gilt.
Vor 18 Jahren trat das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) in Kraft. Sein Ziel, erneuerbaren Energien gegen die staatlich abgesicherte Dominanz der klimaschädlichen Stromerzeugung aus fossilen und atomaren Energiequellen eine Daseinschance zu geben, wurde erfüllt. Erstmals wurde mit der Einführung des EEG  für regenerative Stromerzeugung Investitionssicherheit geschaffen. Es wurde zu einem der wichtigsten Werkzeuge "Made in Germany" zum Nutzen von Bürgerinvestitionen, Mittelstand, Landwirtschaft, der Regionalentwicklung und des Klimaschutzes.
Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung wurde, seit dem Inkrafttreten des EEG, von etwa vier auf heute zirka 37 % erhöht.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung des BRM

 

Koalitionsvertrag
zwischen
CDU, CSU und SPD

Ein neuer Aufbruch für Europa
Eine neue Dynamik für Deutschland
Ein neuer Zusammenhalt für unser Land

KOAV-GESAMTTEXT-0702018.pdf

 

 

Antwort auf einen unqualifizierten Beitrag in DER ZEIT

Bis Mai 2017 hatten wir noch einen roten Uralt-Golf 2 aus dem Baujahr 1992. Wenn wir den starteten, dann klirrten die Fensterscheiben der Nachbarn und in der Garageneinfahrt stand eine Rauchwolke. Aber für den Großeinkauf oder für eine Einladung spät am Abend war er doch nützlich.

Vor vier Monaten haben wir uns statt dessen einen weißen e-Golf zugelegt, und jetzt ist alles anders.

Eigentlich sind wir aus Umweltgründen - und weil Fahrradfahren die schönste Fortbewegungsart ist - von den Großeltern bis zum kleinsten Enkel begeisterte Fahrradfahrer. Wir bleiben dem Fahrrad auch treu.
Aber jetzt, jetzt macht Autofahren Freude. Lautlos - wie ein Radfahrer
- durch die Straßen zu gleiten, bei geöffneten Scheiben sogar das Zwitschern der Vögel zu hören - ein Genuss! In der Anfangszeit mussten wir erst einmal lernen, nicht zu schnell zu fahren, denn die Beschleunigung ist beeindruckend mühelos. Und aufladen tun wir mit normalen 230V Wechselstrom aus der Steckdose in der Garage. Da wir eine Solaranlage auf dem Dach haben, haben wir das unsere dazu getan, den Anteil an Kohlestrom im öffentlichen Netz zu verringern. Da muss natürlich noch viel mehr geschehen.

Aber nun lese ich auf der Titelseite der sonst so geschätzten Zeitschrift DIE ZEIT die fettgedruckte Zwischenüberschrift:

Solange der Strom aus Kohlekraftwerken stammt, nützt der schönste e-Golf nichts

Mit Verlaub: Solch ein blöder Spruch lässt an der technischen Kompetenz des Schreibers und an seinem intellektuellen Niveau zweifen.
Sollen wir also weiter mit Diesel- oder Benzin-Stinkern herumfahren, weil die Kohlekraftwerke noch nicht abgeschaltet sind? Warum schreibt Herr Rudzio nicht:

******************************************************************
Ein e-Golf ist der Anfang der Energiewende auch im Straßenverkehr.
******************************************************************

Ich will hier keine Werbung für den VW-Konzern machen, der sich gerade in den letzten Jahren mit dem Dieselbetrug unsterblich blamiert. Aber mit dem e-Golf hat er etwas Gutes geleistet! Also firmenneutral: Jedes Elektro Auto ist der Anfang der Energiewende im Straßenverkehr

Nun sehen wir uns einmal den Beitrag von Herrn Rudzio in DER ZEIT vom
17.08.17 genauer an:

Unter der Überschrift
"Bloß keine Quote - Eine gute Umweltpolitik diktiert nicht die Motortypen. Sie gibt das Ziel vor, nicht den Weg"
werden hier Überlegungen angestellt, wie man die Automobilkonzerne dazu veranlassen könnte, klima- und gesundheitsfreundlichere Autos herzustellen. Kolia Rudzio hält nichts davon, den Autoherstellern eine jährlich zu erhöhende Mindestquote an Elektro-Mobilen vorzuschreiben.  
Seine spitzfindige Begründung:

"Die Quote erstickt die Suche nach dem Besseren, das noch niemand kennt."

Will Rudzio trotz der Zeitnot bei der Umsetzung der Pariser Klimaschutz-Notwendigkeiten auf DAS technische Wunder warten???

Was schlägt Kolia Rudzio denn vor? Er schreibt: "Frankreich und Großbritannien gehen intelligenter vor. Sie kündigten an, ab 2040 keine Autos mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren mehr zuzulassen."

Würde man Rudzios Vorschlag folgen, dann werden bis 2040 noch sieben neue Bundesregierungen vergehen. Kann man sich darauf verlassen, dass sie zu der Entscheidung der Vorgängerregierungen stehen? Was ist, wenn AfD oder FDP mit der CDU eine Koalition eingehen? Oder was ist, wenn Herr Dobrindt dann immer noch Verkehrsminister ist?

Was also ist zu tun? Ganz einfach: Die Chancen der E-Mobilität für das Klima, für die Energiewende, für die Batterientwicklung und für die Gesundheit erkennen und mit allen verfügbaren politischen Mitteln umsetzen. 2040? oder 2030? Nein, jetzt SOFORT!






Förderaufruf-Service

14.12.2017
Forschung an batterieelektrischer Mobilität: Frist für Anträge verlängert

Die Frist zur Einreichung von Projektideen zu praxisnahen Forschungs- und Demonstrationsvorhaben zur batterieelektrischen Mobilität im Bundesförderprogramm Elektromobilität vor Ort wurde bis 14. Januar 2018 verlängert.

Schwerpunkte des Förderaufrufs sind Forschungs- und Demonstrationsvorhaben in den Bereichen:

•    Öffentlicher Personenverkehr sowie Güter- und Wirtschaftsverkehr – jeweils mit Fokus auf Straße und Schiene
•    Innovative Ladetechnologien unter Berücksichtigung der Integration von erneuerbaren Energien
•    Sonderverkehre und Sonderfahrzeuge (z.B. an Flughäfen, Häfen, für Polizei, Feuerwehren und Rettungsdienste) sowie Schifffahrt

•    Unterstützung der bestehenden deutsch-chinesischen Kooperation des BMVI
    

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Gebietskörperschaften und gemeinnützige Organisationen. Um die anwendungsnahe Forschung zu fördern, werden Projektvorschläge bevorzugt, die Hersteller, Betreiber und Anwender von Fahrzeugen und Ladeinfrastrukturen, Komponentenhersteller, Energieversorger und Verkehrsbetriebe direkt einbinden.

Mit dem "Förderprogramm Elektromobilität vor Ort" unterstützt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Beschaffung von Elektrofahrzeugen, den Aufbau von Ladeinfrastruktur und die Erarbeitung von kommunalen Elektromobilitätskonzepten sowie anwendungsorientierte Forschungs- und Demonstrationsvorhaben. Für die Förderrichtlinie stehen bis 2019 jährlich rund 30 Millionen Euro bereit, die NOW GmbH ist mit der Koordination und Steuerung des Förderprogramms beauftragt.

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.now-gmbh.de/de/bundesfoerderung-elektromobilitaet-vor-ort/foerderrichtlinie


(Rundbrief von Hans-Josef Fell), 04.09.2017


Bei fast allen großen Katastrophen der Welt berichten Medien ausführlich von den schrecklichen Auswirkungen und suchen akribisch genau nach schuldigen Verursachern.

Bauerherren wurden bei der Londoner Hochhausbrandkatastrophe als Verursacher genannt, als herauskam, dass schnell entzündliche Wandverkleidung den Brand eines Kühlschrankes beschleunigte. Nach Schuldigen wird gesucht, wenn große Fährschiffe untergehen oder Flugzeuge abstürzen.
Terrorkatastrophen beherrschen tagelang die weltweiten Schlagzeilen mit der Suche nach Versäumnissen von Politikern, Polizisten und Richtern, die vielleicht Abschiebungen und Identifizierungen von Gefährdern versäumten.

Das ist alles notwendig, gut und richtig, denn aus Ursachenforschung können ja Strategien zur Vermeidung künftiger Katastrophen entwickelt werden.

Nun wird die Welt aber gerade von Katastrophen heimgesucht, die sie in dieser Heftigkeit und Häufigkeit (mit Ausnahme von Kriegen) noch nicht gesehen hat.

Doch selbst im Kanzlerduell gestern Abend spielte die aktuell grausam zuschlagende Klimakatastrophe keine Rolle. Unfassbar!

Metropolen wie Mumbai in Indien oder Houston in Texas werden aktuell katastrophal überschwemmt. In Indien, Nepal, Bangladesch sterben über
2.000 Menschen an ungewöhnlich heftigen Monsunregenfällen. In Nigeria müssen Hundertausende vor Überschwemmungen fliehen. In Südeuropa, Sibirien, Kalifornien vernichten Waldbrände nicht nur riesige Waldregionen, sondern auch Dörfer. Dürrekatastrophen z.B. in Ostafrika lassen tausende Menschen verhungern und schlagen Millionen in die Flucht. In der Schweiz gibt es katastrophale Bergstürze. In Deutschland und im Alpenraum nehmen die Auswirkungen von Überschwemmungen, Stürmen, Gewittern immer größere Ausmaße an. In den 1980er Jahren hätten Gewitter in Deutschland laut Münchner Rückversicherung noch Schäden von jährlich rund 200 Millionen Euro verursacht. Heute ist es mit 1,5 Milliar¬den Euro mehr als das Siebenfache.

Alles sind Katastrophenmeldungen der letzten Tage und Wochen in der Mitte des Jahres 2017.

Millionen Menschen werden obdachlos und stehen vor dem Nichts. Kein Hochhausbrand, keine Flugzeugkatastrophe, kein Terroranschlag, so schlimm sie auch sind, hat solche katastrophale Dimensionen wie die Klimakatastrophe.

Dabei haben Klimaforscher, Klimaschützer und Grüne Politiker seit Jahrzehnten davor gewarnt: Die Klimakatastrophe wird mit jedem Zehntelgrad Erderwärmung immer schlimmer.

Und nun ist die Klimakatastrophe da mit schrecklichen Ausmaßen und unvorstellbarem Leid; kein fernes Schreckensgemälde der Zukunft mehr, sondern heute mitten unter uns, weltweit. Mal schlägt sie zu in Simbach am Inn, mal in Houston, mal in Mumbai, mal in Portugals verbrannten Dörfern oder in vom ansteigenden Meeresspiegel überschwemmten Südseeinseln. Wen es morgen oder im nächsten Jahr mit katastrophalen Auswirkungen treffen wird, wissen wir nicht. Nur eines wissen wir: es kann jeden auch bei uns treffen und es wird immer mehr immer schlimmer treffen.

Doch wo ist denn die breit gefächerte Analyse in den Medien und in regierungsamtlicher Politik über die Ursachen und die Schuldigen, wie sie sonst bei Katastrophen üblich sind? Warum gibt es keine echte
Ursachen- und Verursacheranalyse, um daraus Strategien für das Ende der Klimakatastrophe abzuleiten?

Längst ist doch alles klar: Die heutigen Auswirkungen dieser Klimakatastrophe haben ihre Ursache in den Klimagasemissionen der letzten Jahrzehnte, hauptsächlich verursacht durch das Verbrennen von Erdöl, Erdgas und Kohle in Autos, Heizungen und Kraftwerken. Aber wo ist denn in Verbindung mit der Berichterstattung aus Houston oder Mumbai die Forderungen nach einem Ende jeglicher Klimagasemissionen, die ja genau die Ursache sind?

Jeder weiß es, aber dennoch wurde und wird von den Hauptverursachern alles getan, dass die Klimakatastrophe immer schlimmer wird. Fossil betriebene Verbrennungsmotoren sollen weiter das Geschäft von deutschen Autoherstellern befördern, geschützt von Politikern aus Union, SPD und FDP.
Kohlekraftwerke erhielten gar neue Subventionen, statt sie endlich stillzulegen, Erdgasheizungen werden weiter subventioniert und neue Pipelines nach Russland gebaut.

Eine Suche nach den Hauptschuldigen, die Gesetze und Subventionen für weitere Klimagasemissionen schaffen, statt sie abzuschaffen, eine Suche nach Managern von Konzernen, die alles daran setzen, ihre Geschäfte mit Erdöl, Kohle und Erdgas weiter aufrecht zu erhalten, also eine Suche nach den Verursachern der Klimakatastrophe, findet in den großen Medien kaum statt. Eine Suche nach den Hauptverantwortlichen in Medien und Werbewirtschaft, die die Kampagnen der Klimawandelleugner oder die Diffamierungskampagnen gegen die Erneuerbaren Energien leiten, gibt es erst recht nicht. Dabei kann man viel Unglaubliches nachlesen und erfahren, wenn man Quellen von Klimaschutzorganisationen, grünen Politikern oder mutigen Journalisten liest, die eben nicht dem Mainstream der Medienlandschaft folgen, die die fossile Wirtschaft schützen.

Anklagen gegen die Verursacher der Klimakatastrophen vor internationalen Tribunalen gibt es genauso wenig wie internationale und nationale Gerichtshöfe, die die Schuldigen für das von ihnen verursachte Leid von Millionen Menschen zur Rechenschaft ziehen. Es wird Zeit, dass endlich Aktivitäten für solche internationalen Tribunale gegen die Hauptverursacher der Klimakatastrophe entfacht werden.
Sicherlich würde als einer der ersten der amtierende US-Außenminister Rex Tillerson, vorher jahrzehntelanger Chef von Exxon, größter US-Ölkonzern, auf der Anklagebank eines Klimakatastrophentribunals landen. So hatten er und sein Konzern bereits seit über 40 Jahren über die Folgen des vom Erdöl verursachten Klimawandels gewusst, aber alles getan, dies zu verschleiern. Exxon hatte auch Kampagnen zur Leugnung des Klimawandels unterstützt. Und im Kanzlerduell hält Kandidat Schulz ihn auch noch für einen sehr ehrenwerten Mann.

Tillserson würde wohl antworten, dass er mit dem Erdöl Wohlstand nach Texas gebracht habe. Einen Wohlstand, den heute Millionen von Menschen in Texas nach dem Hurrikan Harvey mit der Vernichtung ihrer Existenzen oder ihres Wohlstandes bezahlen müssen.

Wann werden endlich führende Politiker wie Kanzlerin Merkel und Vizekanzler Gabriel zur Rechenschaft gezogen, weil sie zwar irgendwie über Klimaschutz reden, aber gleichzeitig mit Stützung der Kohlekraftwerke, von Erdgas und von Erdölverbrennungsautos die Klimakatastrophe weiter beschleunigen? Wenn der sogenannten Klimakanzlerin Merkel die Klimakatastrophe wirklich ernst wäre, hätte Sie selbst, genauso wie Martin Schulz, dies aktiv aufgreifen müssen, auch angesichts des Versagens der ARD Moderatoren, die diese alles entscheidende Menschheitsfrage nicht ernsthaft ansprachen. Bei allen Terrortoten werden zu Recht Schweigeminuten bei großen Ereignissen eingelegt. Aber die aktuell tausenden Toten durch Klimakatastrophe spielen im TV-Kanzlerduell keine Rolle - und Kanzlerkandidatin Merkel hält in ihrem TV-Duell Schlusswort die Digitalisierung für die größte Herausforderung.

Doch es sind nicht nur Tillerson, Merkel und Co. aus Politik, Medien und Management, die die alleinige Schuld am Klimawandel tragen. Es ist vielmehr ein kollektives Fehlverhalten von geschätzt über 90 % der weltweiten Bevölkerung, die weiter auf Erdölautos, Erdgasheizungen und Strom aus Kohle setzen. Sie alle behaupten, anders keinen Wohlstand haben zu können, ignorieren das eigene Fehlverhalten, interessieren sich nicht für politische Wahlprogramme zum Klimaschutz. Sie tun Klimaschutz ab als Bedrohung für ihren Wohlstand und begreifen nicht, dass sie früher oder später alle genau diesen Wohlstand durch die Klimakatastrophe verlieren werden.

Kaum jemanden ist bewusst, dass alle Klimagasemissionen die Klimakatstrophe befördern, auch die auf niedrigem Emissionsniveau.  
Jede Autofahrt mit
fossil betriebenem Verbrennungsmotor, nicht nur mit dem Diesel, jede von Ihnen gekaufte und verbrauchte Kilowattstunde Strom aus Kohle- oder Erdgaskraftwerken treibt die Erdtemperatur nach oben und damit tiefer in die Klimakatstrophe. Eine merkwürdige Stille und Schweigen ist in den Medien über diese so einfach zu beschreibende Ursache der Klimakatastrophe.

Doch wie ein Strauß den Kopf in den Sand zu stecken, hat noch niemanden vor Katastrophen gerettet.

Berlin, den 04. September 2017

Ihr Hans-Josef Fell

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